circle-nodesDie Rolle der Arbeitsmarktvermittlung

Indem sie die Verbindung zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern herstellt, verringert gute Vermittlung Informationsasymmetrien, hilft, das Angebot an Fähigkeiten mit der Nachfrage abzugleichen, und reduziert die Reibungen, die Jugendliche vom Zugang zu Arbeitsplätzen abhalten. Dazu gehören bessere Datensysteme, Job-Matching-Plattformen, Berufsberatung, an den Marktbedürfnissen ausgerichtete Schulungen (häufig mit ergebnisbezogenen Anreizen), gezielte Unterstützung für junge Arbeitssuchende und digitale Innovationen – einschließlich Open-Source-Tools –, die Arbeitsmärkte transparenter und effizienter machen.

Im Folgenden gehen wir auf die verschiedenen Wege ein, wie Arbeitsmarktvermittlung die Jugendbeschäftigung angeht, gefolgt vom Potenzial digitaler Plattformen und Open-Source-Initiativen bei der Gestaltung inklusiver und zugänglicher Vermittlung für unterversorgte Gruppen.

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Reduziert Suchkosten

Die Arbeitsmarktvermittlung spielt eine entscheidende Rolle bei der Vernetzung von Arbeitssuchenden mit Möglichkeiten, insbesondere für unerfahrene junge Einsteiger, die keine beruflichen Netzwerke haben. Verbesserte Vermittlung kann diese Lücke schließen, indem sie Stellenanzeigen aggregiert, die Fähigkeiten von Kandidaten validiert und Matches vereinfacht. Diese Maßnahmen verringern Zeit und Reibung („Suchkosten") im Einstellungsprozess auf zwei Hauptarten:

  • Durch Verbesserung der Markttransparenz: In vielen LMICs ist Informationsasymmetrie ein großes Problem – Jugendliche wissen oft nicht, wo Stellen zu finden sind, und Arbeitgeber tun sich schwer, zuverlässige, qualifizierte Kandidaten zu identifizieren. Arbeitsmarktvermittlung hilft, die Informationszirkulation im Markt zu verbessern, indem sie einerseits Stellen aggregiert und aktiv veröffentlicht und andererseits Arbeitssuchende dabei unterstützt, sich basierend auf den Erwartungen von Unternehmen/Branchen richtig zu positionieren (Berufsberatung, CV-Hilfe, Interview-Coaching).

  • Indem sie Informationsflüsse gezielter und effizienter macht: Selbst mit dem Aufkommen von Online-Jobportalen stellt die Weltbank fest, dass das Erlangen der richtigen Art von Informationen sowohl für Arbeitssuchende als auch für Arbeitgeber eine Herausforderung bleibt. Moderne Job-Matching-Plattformen gehen daher über einfache Jobbörsen hinaus: Sie können fortschrittliche Technologien nutzen, um Kandidaten gezielter mit passenden Stellen zu verknüpfen. Beispielsweise können digitale Plattformen, die Profile von Arbeitssuchenden (Fähigkeiten, Ausbildung und Arbeitspräferenzen) und Stellenangebote von Arbeitgebern sammeln, algorithmisch gute Matches vorschlagen, Jugendliche auf offene Stellen aufmerksam machen und Arbeitgebern helfen, Talente zu finden, die sie andernfalls übersehen könnten.

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Überbrückung der Qualifikationslücke

Um die Fehlanpassung von Fähigkeiten anzugehen, verfolgen viele Länder nachfrageorientierte Ausbildungs- und Bildungsreformen als Teil der Arbeitsmarktvermittlung. Nachfrageorientierte Ansätze beginnen mit der Frage: Welche Fähigkeiten werden tatsächlich von Arbeitgebern nachgefragt? und arbeiten dann rückwärts, um Ausbildungsprogramme entsprechend zu gestalten. Dies beinhaltet oft enge Partnerschaften zwischen Ausbildungsanbietern und der Wirtschaft. Zum Beispiel haben einige erfolgreiche Programme zur Jugendbeschäftigung in Lateinamerika berufliche Ausbildung im Klassenraum mit praxisnahen Betriebspraktika in Sektoren kombiniert, die einstellen – wodurch im Wesentlichen sichergestellt wird, dass das, was Jugendliche lernen, unmittelbar relevant für verfügbare Stellen ist. Evaluationen solcher Programme zeigen positive Effekte auf Beschäftigung und Einkommen (z. B. Dominikanische Republik, Peru, Kolumbien, Argentinien). Wichtige Merkmale sind das Vermitteln technischer Fähigkeiten, die lokale Arbeitgeber suchen, sowie „weiche" Fähigkeiten und Arbeitsbereitschaft, und anschließend die Vermittlung Jugendlicher in Ausbildungsplätze oder kurzfristige Arbeitsstellen, um Erfahrung zu sammeln.

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Reduzierung von Arbeits-/Einstellungskosten

Auf der Nachfrageseite können Arbeitgeberanreize Unternehmen ermutigen, Jugendliche einzustellen, die sie sonst wegen fehlender Erfahrung als „hohes Risiko" betrachten könnten. Weitere nachfrageseitige Maßnahmen umfassen Anreize für Ausbildungsplätze (Kompensation der Kosten für Unternehmen, Novizen auszubilden) und die Verringerung regulatorischer Belastungen bei der Einstellung von Jugendlichen (zum Beispiel Steuervergünstigungen oder die Lockerung strenger arbeitsrechtlicher Regeln für Jugend-Auszubildende).

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